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10.06.2021 - Sonnenschutz trifft Denkmalschutz - Neue Fenster und verbesserter Sonnenschutz am BSZ Großenhain

Das Berufliche Schulzentrum „Karl Preusker“ in Großenhain hat am Standort in der Heinrich-Heine-Straße über das Winterhalbjahr neue Fenster mit einem modernen Außensonnenschutz erhalten. Das Landratsamt Meißen als Träger der Bildungseinrichtung hat an der Stelle rund 335.000 Euro in die Modernisierung investiert. Das Amt für Hochbau und Liegenschaften des Landratsamtes, Architekt und Denkmalschutzbehörden arbeiteten Hand in Hand, damit alle Belange berücksichtigt und eine dauerhafte Lösung gefunden werden konnte.

Das Berufliche Schulzentrum „Karl Preusker“ in Großenhain – Standort Heinrich-Heine-Straße

Das Berufliche Schulzentrum „Karl Preusker“ in Großenhain – Standort Heinrich-Heine-Straße

Bislang waren, um einen gewissen Sonnenschutz herzustellen, Sonnenschutzfolien außen auf den Scheiben angebracht. Diese Folien waren in den ersten Jahren zufriedenstellend. Nach circa zehn Jahren schrumpften die Folien witterungsbedingt und wurden regelrecht blind, die Fenster damit undurchsichtig. Der Landkreis als Schulträger ließ die Folien daraufhin entfernen.

Nun blieb die Möglichkeit, als Ersatz neue Folie anzubringen oder Alternativen zu suchen, mit dem Ziel einer dauerhaften Lösung für die Sonnenschutzthematik. Alternativen waren neben dem Ersatz der bekannten Folien, der Austausch der Einzelscheiben mit Wärmedämmglas, das Anbringen von Rollos oder Raffstores.

Zunächst wurden die Alternativen hinsichtlich der Entwicklung der jeweiligen sommerlichen Raumtemperaturen durch ein Ingenieurbüro für Bauklimatik untersucht. Der außenliegende Sonnenschutz erzielte dabei wie zu erwarten die effektivsten Ergebnisse. Trotzdem wurden alle Alternativen gemeinsam mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes und dem Landesamt für Denkmalschutz als mögliche Varianten erörtert und mittels Materialmustern begutachtet.

Letztendlich fiel mit Zustimmung des Denkmalschutzes die Entscheidung für den Außensonnenschutz in Form von Raffstore-Anlagen. Ausschlaggebend dafür war – neben der gegenwärtigen klimatischen Entwicklung – auch eine historische Ansicht des Gebäudes, die der Architekt im Archiv gefunden hatte. Auf dieser war ein Außensonnenschutz zu erkennen, der also auch in früheren Zeiten bereits notwendig war.

Neben der Problematik „sommerlicher Wärmeschutz“ war der Landkreis gleichzeitig damit konfrontiert, noch eine zusätzliche Aufgabe zu lösen: Die vorhandenen Altfenster waren stark verschlissen, die Beschläge veraltet und nicht mehr erhältlich.

Für die Einrichtung der Raffstore-Anlage war die Erneuerung der Fenster auf der Süd- und Ostseite der Schule notwendig. Daher konnten mit dieser Entscheidung beide Probleme – Sonnenschutz und Erneuerung der Fenster – gemeinsam gelöst werden.  Die detaillierte Ausführung einschließlich der Farbgebung wurde vom Architekten, den Denkmalschutzbehörden und dem Amt für Hochbau und Liegenschaften gemeinsam vorgenommen und anhand eines Musterfensters fortgeführt. Wenige Fenster, die eine Sonderform haben, und die Treppenhausfenster sind nun mit Wärmedämmglas ausgestattet.

 

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